Tagesfahrt nach Valdobbiadene

14.11.2025

Italiens „Strada del Prosecco“
Genussvolle Lehrfahrt nach Valdobbiadene

Prosecco ist ein fester Bestandteil vieler geselliger Momente weltweit geworden. Doch was steckt hinter diesem beliebten Getränk? Um das zu erkunden, begaben sich 25 Mitglieder des Weinclubs Eppan Mitte November auf Italiens prickelndste Straße. 1966 wurde die „Strada del Prosecco“ ins Leben gerufen und erstreckt sich über 47 Kilometer durch die hügelige Landschaft zwischen Conegliano und Valdobbiadene. Es ist die Gegend des berühmten Prosecco Superiore DOCG im Ausmaß von 8.000 Hektar. Etwa 100 Millionen Flaschen werden jährlich produziert. Berühmt ist der Cartizze-Hügel, der über eine Rebfläche von etwa 107 Hektar verfügt. Hier wachsen die Trauben auf mineralreichen Böden. Seit 2019 zählt das Weinbaugebiet zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Grundlage jedes echten Prosecco ist die weiße Rebsorte Glera, die bis 2009 selbst den Namen „Prosecco“ trug. Heute ist das die Ursprungsbezeichnung für Schaum- und Perlweine, vorausgesetzt sie bestehen aus 85% Glera. Die restlichen 15% können aus Verdiso, Bianchetta oder Perera bestehen. Die Charmat- oder Martinotti-Methode ist das Herzstück der Prosecco-Produktion. Im Gegensatz zur Champagner-Methode erfolgt die 2. Gärung in großen, druckfesten Edelstahltanks. Was den Kohlensäuregehalt betrifft, unterscheidet man in: Prosecco Spumante, Prosecco Frizzante und Prosecco Tranquillo. Auch die Zuckerzugabe ist ein fein abgestimmter Prozess und die Restzuckermenge klassifiziert den gängigsten Prosecco in extra herb, herb, extra trocken und trocken.

Unser erster Besuch galt der Kellerei Ruggeri, welche 1950 von Giustino Bisol im Herzen des DOCG-Gebietes gegründet wurde. Die Rebfläche beträgt 300 Hektar und über 100 Familien liefern ihre Trauben an. Das Sortiment umfasst 14 Etiketten, erzeugt werden jährlich 2 Mio. Flaschen. Das Weingut Roccat, unsere nächste Station, ist ein Familienbetrieb mit 6 ha Weinbaufläche und einer Produktion von 80.000 Flaschen. Nach dem Mittagessen stand der Besuch der Kellerei Colvendrà auf dem Programm. Das Weingut ist ebenfalls ein Familienbetrieb in vierter Generation mit 16 Hektar Weinanbau. Die Trauben werden zu 75% zu Prosecco und der Rest zu Stillwein verarbeitet. Eine Besonderheit bei der Verkostung waren ein roter Blend aus vier verschiedenen Rebsorten sowie ein roter und weißer Passito. Resümee der Lehrfahrt: Die hochwertigen Varianten von Prosecco – d.h. jene aus der DOCG-Zone – zeichnen sich durch ein zugängliches Wesen aus und erweisen sich als vielseitige und zuverlässige Speisenbegleiter.

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